Lehrforst

Lage und Größe

Der Lehrforst besteht aus sechs isolierten Forstorten, welche wegen ihrer örtlichen und geologischen Beschaffenheit in zwei Revierteile zusammengefasst wurden, nämlich in

  • die „Forste der Ebene“
    und
  • die „Forste der Berge“.

Zu den „Forsten der Ebene“ gehört die „Ulmerfelder Haide“ mit ca. 256 ha, zu den „Forsten der Berge“ gehören:

 

Bretterwald 345 ha
Mitterberg 171 ha
Schönbühel 116 ha
Kuchlforst 28 ha
Eckholz 31 ha

Klima

Klimastufe mittlerer Seehöhe Ø Jahresniederschlag
Forste der Ebene 290 m 952 mm
Forste der Berge 600 m 1.145 mm

Boden

In den Forsten der Ebene ist der Untergrund alluvialer und postglazialer Schotter, teilweise Schlier- und Tonmergel.
Die Mächtigkeit der Schotter beträgt z.T. über 15 m. Sie haben eine dünne Humusauflage und treten teilweise sogar zutage. Die Forste der Berge weisen ein ziemlich einheitliches Muttergestein auf. Hier haben wir die Meeresablagerungen der Gosau mit ihren fruchtbaren Mergeln und Sandsteinmergeln, die als Oberkreideflysch und älterer Kreideflysch bezeichnet werden. Die Flyschgesteine verwittern sehr rasch und liefern fruchtbare, tiefgründige Braunerden. Nur in den flachen Teilen ist die Gefahr der Pseudogleybildung gegeben.


Baumarten

Die Forsthaide liegt in der unteren Buchenstufe. An Holzarten kommen vor: Weiß- und Schwarzkiefer, Fichte, Rotbuche, Eiche, Esche, Linde, Lärche, Bergahorn und Erle. Die Bergforste liegen in der mittleren Buchenstufe, daher findet die Rotbuche optimale Verhältnisse und ist außerordentlich vital. Derzeit stocken teils Fichten- und Rotbuchenreinbestände, teils Mischbestände mit Hauptholzart Fichte und Rotbuche mit Bergahorn, Esche, Tanne und Lärche. Ziel ist die Erziehung von Mischbeständen, wobei auf die Naturverjüngung großer Wert gelegt wird.


Schäden

An Schäden sind in den letzten 15 Jahren Sturm- und Windwurfschäden, Schneedruck und Schneebruchschäden sowie vereinzelt Spätfrostschäden aufgetreten. Besonders nach der Sturmkatastrophe 1990 und den extrem trockenen und heißen Sommern 1992 und 1994 stieg der Anteil des Käferholzes stark und erreichte 1995 mit 2.300 fm einen vorläufigen Höchstwert. Die Aufforstung der großen Windwurfflächen in der Ulmerfelder Haide stellt wegen der Trockenheit und wegen den Spätfrösten eine große Herausforderung dar.
Verbiss- und z.T. Fegeschäden stellen vor allem in der Forsthaide ein Problem dar.
Zaunschutz bzw. Einzelschutzmaßnahmen sind daher unumgänglich.


Wildarten – Jagd

An Wildarten kommen in der Forsthaide Rehwild, Fasane, Hasen, vereinzelt Rebhühner sowie Raubwild wie Fuchs und Marder vor. In den Bergforsten finden wir hauptsächlich Rehwild, vereinzelt Hasen und natürlich auch Raubwild. Sämtliche Reviere sind verpachtet.


Aufschließung

Die Aufschließung der Reviere ist zum Großteil abgeschlossen (Wegedichte etwa 42 lfm/ha). Im Bretterwald werden noch einige Rückewege in Baggerbauweise angelegt. Im steileren Gelände werden Seilkräne von Unternehmern bei der Holzbringung eingesetzt. In letzter Zeit wurden auch viele Harvester- und Forwardereinsätze durchgeführt.


Hiebsatz

Der nachhaltige Hiebsatz beläuft sich auf etwa 7.000 Efm, welcher aber in den letzten Jahren (seit Übernahme durch die neue Gesellschaft) bei weitem überschritten wurde.